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Month: April 2019

Eve Chronicle: Vitoc

Eve Chronicle: Vitoc

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Auch heutzutage beruht ein großer Anteil des Amarr Imperiums auf Sklaven, welche hauptsächlich Minmatar-Wurzeln haben. Mit den Jahren haben die Amarr verschiedenste Methoden entwickelt, um die Sklaven auf Linie zu halten. Viele davon gelten, nach den Standards der Gallente und anderer, als hoch unmoralisch und grausam. Eine der neuesten und kontroversesten Methoden ist nach der verwendeten Droge benannt – Vitoc.

Bei der Vitoc-Methode wird den Sklaven eine chemisch giftige Substanz injiziert, welche ohne die regelmäßige Versorgung mit einem Gegenmittel tödlich ist. Diese Methode kam vor einigen Jahrhunderten auf, als die Amarr begannen ihre Raumschiffe mit Sklaven zu bemannen. Als Schiffsbesatzung mussten die Sklaven dazu gebracht werden, auch komplexe Aufgaben oft selbstständig durchzuführen, so dass ältere Methoden der Sklavenkontrolle lästig waren. Obwohl die eher konventionellen Methoden zur Sklavenunterdrückung durch Gewalt (oder der Androhung dieser) bei anderen Zwangsarbeiten noch weit verbreitet sind, hat sich die Vitoc-Methode als perfekt für die Flotte herausgestellt.

Es gibt zwei große Nachteile der Vitoc-Methode: Die Methode wirkt nur, solange sich das Gift im Körper befindet und solange die Sklaven keinen anderen Weg zur Versorgung mit dem Gegengift haben. Wenn eine der beiden Fälle eintritt kann der Sklave offensichtlich nicht mehr zur irgendetwas gezwungen werden.

In den letzten Jahrzehnten gab es ein erbittertes Forschungswettrennen zwischen dem Amarr Imperium auf der einen und der Minmatar Republik sowie der Gallente Föderation auf der anderen Seite. Die Amarr veränderten und verbesserten ihre giftigen Chemikalien für die Sklaven stetig, während die anderen versuchten ein dauerhaftes Heilmittel zu erforschen und herzustellen. Viele Jahre ging es in diesem Kampf hin und her, bei welchem die Amarr alle paar Jahre eine neue Version veröffentlichten und die Gegenseite es schaffte kurz darauf ein Heilmittel zu finden.

Aber dann, vor zehn Jahren, verbreiteten die Amarr eine neue und revolutionäre Droge, welche einem Virus gleicht, und bis jetzt konnte kein Heilmittel gefunden werden. Dies liegt hauptsächlich an der unberechenbaren Natur der Droge, welche durchgehend ihre Gestaltung und ihr Verhalten ändert. Diese Änderungen scheinen von den Amarr gesteuert und für sie vorhersagbar, da sie immer das richtige Gegenmittel für ihren Bedarf haben, noch bevor sich das Gift wieder verändert. Deshalb jagen die Minmatar und Gallente einen Geist – ein giftiges Virus das sich in etwas komplett anderes verwandelt wenn es scheint, dass ein Heilmittel gefunden wurde.

Es gibt weitere zusätzliche Eigenschaften bei der neuen giftigen Substanz, die viele glauben lassen, dass entweder plötzlich ein genialer Wissenschaftler der Amarr aufgetaucht ist oder dass die Amarr Hilfe von Außen erhalten haben. Die Caldari oder die Jove werden in diesem Zusammenhang genannt. Eine zusätzliche Eigenschaft der neuen Droge ist, dass der Tod durch sie jetzt viel erschreckender ist. Diejenigen, die das Gegenmittel nicht rechtzeitig erhalten, erleiden grausame Schmerzen, welche für mehrere Tage anhalten können bis der Tod eintritt. Bei den älteren Versionen war der Tod niemals so schrecklich, teilweise sogar friedlich. Dadurch kam es zu Massenselbstmorden als Sklavengruppen sich weigerten das Gegengift zu nehmen. Sie bevorzugten den Tod über der Schmach der Sklaverei. Inzwischen trauen sich wenige Sklaven auf diesen Weg, auch wenn er noch offen steht. Eine weitere neue Eigenschaft ist der erfreuliche Nebeneffekt, dass der Empfänger für mehrere Stunden nach der Injektion eine starke Euphorie erlebt – so lange er vom giftigen Virus beeinflusst ist. Diese beiden Eigenschaften haben dazu beigetragen die Sklaven an die Droge, und damit an die Herren der Sklaven, zu binden.

Die Probleme im Kampf gegen die Drogen in den letzten zehn Jahren war ein Geschenk für die Piraten und Schmuggler. Für diese ist es einfacher sich schnell und oft auf die sich dauernd ändernden Produkte (in diesem Fall das Gegengift) einzustellen als die traditionelle Industrie. Da keine dauerhafte Heilung für die neue Droge gefunden wird sind die vielen befreiten Minmatar-Sklaven weiterhin auf die Versorgung mit dem Gegengift angewiesen, wodurch ein pulsierendes Geschäft mit dem Gegenmittel außerhalb des Amarr Imperiums entstanden ist. Viele Menschen sind mit dem Handel des Vitoc Gegengifts reicher geworden, als sie es sich erträumen konnten, aber genauso viele wurden in den Ruin getrieben als ihr Bestand an Gegenmittel durch eine plötzliche Veränderung des giftigen Viruses wertlos geworden ist.

Haulern oder Haulern lassen

Haulern oder Haulern lassen

Haulern, das Transportieren von Gegenständen, ist meist eine monotone Angelegenheit. Wenn man nicht gerade in einen Gank gerät, dann fliegt man seine Strecke gemütlich manuell oder per Autopilot ab.

Trotz der Einfachheit gibt es Corporations im Spiel, welche sich darauf spezialisiert haben, die Habseligkeiten anderer Spieler gegen eine entsprechende Bezahlung von A nach B zu transportieren.

Warum es Sinn macht, eure Transporte von Red Frog, PushX und Co. transportieren zu lassen möchte ich euch in diesem Post etwas näher bringen.

Die Ausrüstung

Eine Providence, der ausgewogene Frachter, kostet derzeit am Markt 900 Millionen ISK. Diese ISK muss man erst erwirtschaften und dann investieren. Dafür könnte man bei Red Frog ungefähr 30 Transporte buchen.

Providence Frachter

Sollte man nicht regelmäßig große Mengen durch New Eden transportieren müssen, dann kann man die ISK anderweitig investieren und die wenigen Transporte den Profis geben.

Zeit ist Geld

Ein Frachter ist langsam. Sehr langsam. Ich rechne durchschnittlich eine Dauer von fünf Minuten um ein System zu durchqueren. Eine Reise von Jita nach Amarr sind neun Jumps und kosten bei Red Frog 22 Millionen ISK. Für diese neun Jumps braucht man ca. 45 Minuten.

Ich kenne wenige Tätigkeiten, bei welchen man in 45 Minuten nur 22 Millionen ISK verdient. Ihr seid also gut beraten, den Transport abzugeben und in dieser Zeit weitere Missionen zu fliegen oder zu minern. Oder euch einfach einen schönen Abend mit der Freundin zu machen.

Und vergesst nicht, der Frachter muss auch wieder zurück.

Kein Risiko

Stellt euch vor, ihr fliegt gerade gemütlich von Jita nach Amarr. In Niarja werdet ihr dann plötzlich von einer unschuldig aussehenden Macharien gebumpt und dann von ihren Freunden gegankt.

Euer Frachtraum war zum Bersten voll. Ihr habt soeben euren 900 Millionen ISK Frachter und, wenn ihr halbwegs vernünftig wart, Fracht im Wert von 1,5 Milliarden verloren. Eventuell bekommt ihr noch ein paar 100 Millionen von der Versicherung. Aber wer zahlt diese dauerhaft für den seltenen Fall eines Ganks?

Lasst ihr eure Sachen transportieren und euer Transport wird gegankt? Dann liegt euer Verlust bei 0. Ihr stellt eure Kaution auf den Wert eurer Ware und ihr bekommt die Kaution bezahlt, wenn die Ware nicht bei euch ankommt. Das Risiko liegt alleine beim Transportunternehmen.

Fazit

Selbst wenn ihr einen Frachter fliegen könntet und einen habt ist es sowohl von Zeitaufwand als auch vom Risiko sinnvoller, wenn ihr eure Ware einem Transportunternehmen anvertraut. Dadurch seid ihr von Verlust geschützt und könnt in der Zwischenzeit andere Dinge tun.

Durchhänger

Durchhänger

Seit 2010 dabei

Seit 2010 spiele ich jetzt eigentlich durchgängig Eve Online. Davor hatte ich einmal reingeschnuppert, aber das zähle ich jetzt nicht mit. Seitdem bin ich mehr oder minder durchgehend aktiv. Es gab ruhigere Phasen, aber ich habe Eve Online nie verlassen, sondern war dann trotzdem im Forum oder auf meinem Blog aktiv.

Blog aktiv wie lange nicht

Ich hatte mir dieses Jahr als Ziel gesetzt möglichst jede Woche einen Blogbeitrag zu veröffentlichen. Die Quote sieht bisher ganz gut aus, nur in zwei Wochen fehlte mir die Motivation mit die Zeit für das Schreiben eines Beitrags freizuräumen.

In 2019 habe ich inklusive diesem Beitrag schon mehr Beiträge veröffentlicht, als im ganzen Jahr 2018 zusammen. Meiner Meinung nach ist auch keiner der Beiträge ein Lückenfüller. Jeder Beitrag hat seinen Sinn. Dazu kommt das erneute Aufleben der Reihe Eve Chronicles, welche zwar etwas Aufwand ist, aber mir auch viel Spaß bereitet.

Die Luft ist raus

Diejenigen unter euch, die meine Streams verfolgen oder mir auf Twitter folgen werden aber merken, dass ich derzeit recht wenig Aktivität in Eve Online habe. Für die Streams gehe ich regelmäßig auf Erkundungstouren in Wurmlöcher. Das war es aber an Aktivität in New Eden, welche ich derzeit habe. Im besten Fall also zwei Abende in der Woche, im schlechtesten Fall gar keiner.

Twitch Stream

Das liegt einerseits an mir, da ich derzeit wenig Zeit neben Arbeit und Privatleben habe. Andererseits ist Eve nicht ganz unschuldig. Eve Online ist kein Spiel, dass man zwischendurch spielen kann. Man muss sich darauf einlassen. Man muss sich Zeit nehmen.

Beides gelingt mir derzeit schlecht. Mit dieser Situation bin ich unzufrieden und werde erstmal etwas Abstand von Eve Online nehmen.

Can I have your stuff?

Niemals! Ich nehme Abstand, ich kehre Eve Online nicht den Rücken!

Ich werde weiterhin versuchen euch wöchentlich einen Blogeintrag zu schreiben, ich werde auch weiterhin hin und wieder im New Eden Podcast zu hören sein.

Ich werde in der nächsten Zeit aber keine Streams zu Eve Online machen. Meine Aktivität im Spiel wird sich auf das Haulern für Red Frog Freight beschränken.

Wann komme ich zurück?

Meine Rückkehr zu Eve Online wird stark von meiner Motivation abhängen. Ich werde auf jeden Fall zur G-Fleet nach Berlin gehen. Mit etwas Glück gibt mir spätestens dieses Event neue Montivation für Eve Online. Sollte ich früher wieder aktiver werden, dann erfahrt ihr das als erstes.

Und bis dahin?

Ich werde nicht aufhören mit dem Streamen. Ich werde vorerst nur meinen Fokus verlagern. In den letzten Wochen habe ich Rainbow Six: Siege wieder für mich entdeckt. Das wird mit hoher Wahrscheinlichkeit der Fokus meines Kanals sein.

Rainbow Six: Siege

Sollte ich hin und wieder einen dritten Streamtag einrichten können (den Sonntag), dann werdet ihr dort ein unabhängiges Spiel sehen. Offen sind hierfür: Destiny 2 Forsaken, Anno 1800, Divinity Original Sin 2

G-Fleet 2019

G-Fleet 2019

Bei manchen meiner Eve Online Bekanntschaften hat die G-Fleet keinen guten Ruf. Ich selbst war noch nie dort. Meine Eve Online Events beschränken sich auf die zwei von CCP organisierten Player Gatherings in Köln zur Gamescom und kleinere lokale Stammtische.

Dieses Jahr dabei

Eigentlich wollte ich dieses Jahr an das Fanfest nach Reykjavík. Wie bereits vor ein paar Wochen geschrieben, fällt dieses 2019 aber aus. Deswegen habe ich beschlossen, dass ich stattdessen nach Berlin zur G-Fleet gehe. Diese findet am 13. und 14. September statt.

G-Fleet Banner groß

Ich bin gespannt auf die Location. Auf den Bildern und in Berichten vom letzten Jahr hat mich die Alte Münze nicht überzeugt. Irgendwie wirken die Räume etwas schäbig.

Noch mehr freue ich mich aber darauf, viele bekannte Gesichter kennenzulernen oder seit Langem wieder zu sehen.

Wer ist dabei?

Dazu gehört unter anderem der liebe Helvaris aus dem New Eden Podcast Team. Bisher habe ich Hel noch nie persönlich getroffen. Eventuell bekomme ich Jezaja (Giant Secure Container Blog) doch noch überredet, dass er kommt. Ihr könnte mich gerne dabei unterstützen, indem ihr ihn mit EveMails und E-Mail zuspammt 😉

Und du?

Wie sieht es dabei aus? Kommst du zur G-Fleet nach Berlin?

Ich freue mich auf die Gespräche mit euch. Ihr könnt mich gerne jederzeit ansprechen. Ich stehe auch für Fragen rund um das Bloggen und Streamen zur Verfügung. Ich denke bis dahin werde ich mir noch ein Quafe T-Shirt mit meinem Namen darauf drucken lassen.