Das Warten hat sich gelohnt

Ich atme nochmals tief ein. Habe ich alles dabei? Raketen sind an Board, Module sind alle intakt, Vorrat an Quafe ist auch da. Dann kann es ja losgehen. Es herrscht mal wieder ein Krieg und ein treuer Freund will eine Flotte machen. Da fahr ich natürlich das Beste auf, was ich habe: die Drake. Also erst mal nach Amarr, da soll sich die Flotte treffen. Da ich inzwischen im Halbschlaf durch die Gegend fliege lehne ich mich zurück und gönn mir mein erstes Quafe. Natürlich treffe ich die normalen Vorsichtsmaßnahmen. Local überprüfen und Intel überwachen. Ich freue mich schon darauf, endlich wieder zu kämpfen.


In Amarr angekommen darf ich mich noch weiter Gedulden und so müssen noch einige Quafe dran glauben. Doch dann kommt die Meldung: „Kriegsgegner gefunden, alle zu mir.„. Sofort fangen meine Triebwerke an zu glühen und das Schiff ächszt unter dem Druck der Bewegung. Doch da muss mein Kampfpaddel (Drake) jetzt durch. Ich will töten! Ich will Blut sehen!
Ich falle am Ziel aus dem Warp und stelle fest, dass wir ein Gate belagern. Die Gegner sind im System auf der anderen Seite auf der Station gedockt. Wie immer gebe ich dem Navigationscomputer den befehl, das Sternentor in 500m Entfernung zu umkreisen. Jetzt heißt es mal wieder warten. Und wie sich herausstellen wird, für eine sehr lange Zeit. Die Wartezeit wird immer länger und mir fällt auf, dass unser Flottenführer ein anderer ist, als eigentlich angegeben. Diesen Flottenführer kenne ich auch gut und vertraue ihm. Fast drei Stunde verbringe ich damit, das Sternentor zu umkreisen, Quafe zu trinken und unserem Intel zu lauschen.

Unsere Gegner wollen nicht kämpfen und so wird die Flotte beendet. Unser Anführer verabschieded sich und ich mache mich leicht enttäuscht auf den Heimweg. Aber auch das gehört zum Leben als Söldner. Oft muss man warten und noch öfter wird man enttäuscht. Manchmal jedoch lohnt sich das Warten. Heute ist wieder ein Tag, wo sich das Warten lohnt. Mein Navigationscomputer bereitet gerade den Warpsprung vor, als die Stimme eines unserer Späher laut und eindringlich zu hören ist: „Wartet mal. Da ist noch einer online gekommen. Das ist der mit der Navy Geddon (Armageddon Navy Issue)!„.
Mein Blutrausch treibt mich an und so wechseln sich das Warpen und Gatesprünge in kurzer Frequenz ab. Nur um dann doch wieder zu warten. Dieser Gegner sitzt auch auf Station. Erleichtert vernehme ich die Meldung, dass er doch abgedockt hat. Wie erhofft in seiner Armageddon Navy Issue. Er fliegt in das Nachbarsystem und macht dort eine Mission. Der neue Flottenkommandant, welcher eigentlich die ganze Zeit die Flotte leiten sollte, beschließt einen von uns am Sternentor zu plazieren. Es wäre ja möglich, dass er durch dieses Gate zurückkommt. Währenddessen erscannte unser Späher ihn und unser Tackler macht sich auf den Weg. Doch die Mission ist leer. Nur Wracks und kein Gegner.
„Er ist durch das Gate! Ich hab einen Punkt auf ihm! Aber beeilt euch, er macht gut Schaden.„, vernehme ich fast zeitgleich mit dem Befehl, in das System zu springen und zu meinem Kameraden zu warpen. Der Gruppenleiter hatte eine gute Entscheidung getroffen, als er das Sternentor bewachen lies.
Es kribbelte in meinen Fingern als mein Schiff den Warptunnel verlässt. Da steht sie vor mir – die Armageddon Navy Issue. Nur nicht mehr lange. Ich feuer aus allen Rohren und die Anderen machen es mir gleich. Zur Sicherheit aktiviere ich meine Warp Disruptor. Der soll uns nicht entkommen.
Das Feuerwerk war genau das richtige für meinen Blutdurst. Wir haben ihn zerlegt. Er hat sein Schiff verloren, welches ihn über 400 Millionen ISK gekostet hatte.

http://kb.quafe.de/?a=kill_detail&kll_id=83

Leider erreichten uns manche nicht mehr rechtzeitig und waren auch etwas deprimiert. Nach Auswertung meines Kampflogs fällt mir noch etwas schönes auf: Ich habe den vernichtenden Schuss abgegeben.

Weitere Gegner lassen sich jetzt leider nicht mehr zu einem Kampf motivieren und so ziehe ich mich zurück zur Basis. Zufrieden trinke ich noch einen Cocktail in der Stationsbar. Warten lohnt sich manchmal doch.

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